Senioren Union Mitte
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Freundeskreis Freizeit und Kultur


 


Mit unserem Freizeit-und Kulturangebot
möchten wir Sie einladen Ihre Alltagsprobleme zu vergessen.
               Gönnen Sie sich ein paar Stunden der Entspannung bei einem gemeinsamen Besuch.         Heute zu einer Veranstaltung im

          Eine magische Atmosphäre wird Sie in die richtige Stimmung versetzen,                       sobald sie das alte Backsteingebäude der Kulturbrauerei betreten.

                     Axel Hecklau ist VIZE-Weltmeister der Salon-Magie 2018

Hier wird er Ihr Weltbild auf den Kopf stellen. Nicht weit entfernt auf einer Bühne, sondern erstaunlich nah! Sie sitzen unmittelbar vor einem Black-Jack-Spieltisch, um das Geschehen genau verfolgen zu können. Und doch werden Dinge geschehen, die Ihnen unter Umständen eine schlaflose Nacht bescheren können.

Staunen macht Spaß - und Spaß werden Sie im SODA CLUB jede Menge haben.

Die Show wird jeder Woche neu zusammengestellt, so dass auch Wiederholungs-täter immer wieder auf's Neue überrascht werden.

Erleben Sie im intimen Rahmen von nur 52 Gästen (so viel wie ein Kartenspiel Karten hat) 70 Minuten die wie im Flug vergehen, überraschende Skurillitäten, intelligenten Witz und Zauberkunst vom Feinsten und am Ende fragt man sich:

“Können die auch die Zeit verschwinden lassen?                                                                                                                     “Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.”

Ein Kurzvideo ist im Internet sehen: https://www.salon-der-wunder.de/

Termin: Di.14.12.2021 Zeit: 18:00Uhr  (anschließend ca. 19:45 Uhr Einkehr)
Ort: SODA Club / Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin
PKW P Sredzkistraße 1; U-Bahn: U2;  S-Bahn: S42, S4 und S8; Tram M1, M10, M12


Beniner Bronzen: Symbol des Bösen?          8. Mai 2021
Die Brücke, Deutsche Expressionismus Malerei

Die zuständigen Kulturministerinnen und -minister der Länder, die deutschen Museen der Benin Dialogue Group und Staatsministerin Monika Grütters haben beschlossen, die von den Engländern in einer Strafaktion beschlagnahmten Beniner Bronzen in deutschem Besitz zurückzugeben, um sie dann für viel Geld als Leihgaben in deutschen Museen auszustellen. Monika Grütters will damit die historische und moralische Verantwortung der deutschen Kolonialgeschichte übernehmen und - als Vorbild für die Welt -, eine Versöhnung mit Nigeria und nigerianischen Nachkommen herbeiführen.

Die Idee einer „Versöhnung“ wirkt blauäugig, da es zwischen Deutschland und Nigeria weder einen Streit noch koloniale Verwicklungen gegeben hat. Deutsche Museen haben die Beniner Bronzen nicht geraubt, sondern gekauft und ordnungsgemäß bezahlt. Die deutsche Kulturpolitik exportiert Wahlprobleme von Linken und Grünen: Die Schuld der Schuldlosen. Sollen wir alle Schuld der Welt übernehmen? Müssen wir den britischen Kolonialismus retten? Suchen wir Versöhnung, müssen wir uns an deutsche Kolonien wenden. Die Versöhnung kann allein die Aufgabe der Briten sein, die im Jahr 1897 a die Bronzen nach einer Strafaktion gegen den König von Benin geraubt haben.

Es ist ein Fehler, politische Probleme wie die Dekolonisation an unserer Vergangenheit zu messen. Die Beniner Bronzen sind kein Symbol des Bösen! Sie sind nicht nur ein afrikanisches, sondern auch ein bedeutendes deutsches Kulturgut. Sie haben die deutschen Maler des Expressionismus (Die Brücke, ab 1909), Opfer und Verfolgte der Nationalsozialisten, zu einem einmaligen Malstil angeregt, der von Weltgeltung ist. Als deutsch-afrikanisches Mahnmal gegen politische Willkür, haben beide gemeinsame, vergleichende Ausstellungen in unseren Museen verdient.

Berlin-Mitte lebt von Kultur und Tourismus. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) hat zurecht vorgesehen, die Beniner Bronzen zur Eröffnung des Humboldt Forums als ein Highlight im Ost Saal auszustellen. Das könnte helfen, das kulturelle und wirtschaftliche Leben Berlins wiederzubeleben. Monika Grütters behauptet gerne: „Das Kulturleben Berlins gehört zu meinen persönlichen Leidenschaften.“ Aber sie gefährdet mit der überstürzten Rückgabe und Leihabsicht den Kulturstandort Berlin, fördert dagegen den Tourismus in Nigeria?

Wem sollen die Bronzen in Nigeria gehören? Die Eigentumsfrage ist unklar. Drei Parteien fordern z. Zt. die Bronzen: Die erste ist der Staat Nigeria, die die Beniner Bronzen als ihr nationales Kulturerbe betrachtet; die zweite ist der Gouverneur des nigerianischen Bundesstaats Edo mit der Hauptstadt Benin City, der den Tourismus in der Region ankurbeln will; die dritte Partei ist die ehemalige Königsfamilie, die die Bronzen aus den Einnahmen des Sklavenhandels mit Europäern bezahlt hat und nun verkaufen möchte. Kaum treffen die Bronzen in Nigeria ein, eskaliert der Streit? Die Bronzen landen in der Tonne?

Nigeria ist nicht Europa. Es ist eine Hochburg der Boko Haram. Sollten die radikalen Islamisten die Macht übernehmen, wären die Bronzen der Vernichtung ausgeliefert wie die Tempel in Baalbek, Palmyra, oder die Weltkulturgüter in Mossul und Aleppo. Außerdem: ein Militärputsch und die Bronzen landen auf dem grauen Kunstmarkt! Politiker Nigerias gelten als korrupt; sie verletzen die Menschenrechte, unterdrücken Oppositionsparteien und fälschen Wahlen; Armee und Polizei sind unzuverlässig; es gibt zwar ein Verbot, Mädchen zu beschneiden, aber die Stämme im Norden und Süden halten sich nicht daran. Nigeria gilt als Umweltsünder. Das 2oo Kilometer breite Nigerdelta mit einer einzigarten Tier- und Pflanzenwelt gilt als öl-verschmutzteste Flussmündung der Welt.

Der Vorschlag des New Yorker Philosophen Anthony Appiah, Sohn eines Ghanaers und einer Britin, erklärt, dass die Nigerianer die Bronzen nicht dem Staat Nigeria, sondern nur einzelnen Stämmen zurechnen. Koloniale Kulturgegenstände sollten dableiben und gepflegt werden, wo sie heute sind. Dort sind sie am sichersten.

Die gegenwärtigen Vorstellungen über die Beniner Bronzen sind populistisch. Sie basieren auf rein innenpolitischen, leeren Wahlversprechen von Grünen, Linken und von Heiko Maas/SPD. Sie verleugnen unsere Kultur und fordern nicht einmal Mindest-Gegenleistungen, wie z.B. eine Durchsetzung des Verbots zur „Frauenbeschneidung/Gewalt gegen Frauen“ oder generell das Einhalten der Menschenrechte. Die Unionsparteien gewinnen nur, wenn sie eigene Positionen vertreten. Das Original überzeugt, nicht die Kopie. 
             

Johann Ganz, Wolfram Wickert , Peter Gierich,  Hans Berg,
KV SenUnion Mitte/AK Kultur

       
Otto Müller, Beniner Bronze, Stadler